Aktuelles im BayLLZ
Neustadt a.d.Aisch – Stadtgeschichte in Luftbildern
Donnerstag, 28. Mai bis Sonntag, 13. September 2026
Mit der Sonderausstellung „Neustadt a.d.Aisch – Stadtgeschichte in Luftbildern“ zeigen wir in enger Kooperation mit dem Stadtarchiv Neustadt a.d.Aisch die Entwicklung der Stadt aus einer ganz besonderen Perspektive. Schrägaufnahmen aus den 1950er Jahren, Luftbilder von der Vermessungsverwaltung sowie aktuelle Multikopteraufnahmen zeigen die zum Teil gravierenden Veränderungen besonders deutlich und machen das Wachstum der Stadt eindrucksvoll sichtbar.
Entdecken Sie Neustadt a.d.Aisch neu – aus einer anderen Perspektive und aus einer anderen Zeit. So erhalten Sie einen ungewöhnlichen Blick auf die Stadt und können die räumliche Entwicklung von damals bis heute im direkten Vergleich sehen.
Die Ausstellung wird durch verschiedene Angebote wie Sonderführungen und Vorträge ergänzt. So erhalten Sie durch Experten weitere spannende Einblicke in die Stadtgeschichte.
Führungen:
Mittwochs, 15:00 Uhr, Sonderausstellung „Neustadt a.d.Aisch – Stadtgeschichte in Luftbildern“ Führungen mit einem Referenten des Stadtarchivs
Freitags, 15:30 Uhr , Dauerausstellung „150 Jahre Geschichte der Luftbildfotografie“ Führungen mit einer Referentin des BayLLZ
Vorträge:
16.07.2026, 18:30 Uhr „Das Stadtarchiv Neustadt a.d.Aisch und seine Sammlungen
16.08.2026, 18:30 Uhr „Die Aischtalbahn in Luftbildern“
03.09.2026, 18:30 Uhr „Neustadt a.d.Aisch – vom Königshof zur spätmittelalterlichen Stadt“
10.09.2026, 18:30 Uhr „Stereoskopie – Luftbilder in 3D“
Der Eintritt zu den Führungen und Vorträgen ist frei!
Für die Vorträge bitten wir um Anmeldung bis spätestens zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn. Zu den Führungen ist keine Anmeldung nötig.
Faszination Luftbild
Stadtbefestigungen sind mehr als nur alte Mauern. Vom einfachen Erdwall, Graben und Palisadenzaun bis zu hohen Stadtmauern und sternförmigen Bastionen spiegeln sie, wie sich Technik, Kriegsführung und Gesellschaft über die Jahrhunderte verändert haben.
In vorchristlicher und frühgeschichtlicher Zeit dienten einfache Erdwälle, Gräben und Holzpalisaden als Schutz; ab dem Mittelalter kamen steinerne Mauerringe mit Türmen, Toren und Wällen hinzu. Stadtmauern dienten nicht nur der Verteidigung, sie waren auch eine sichtbare Abgrenzung zwischen Stadt und Umland sowie Ausdruck der besonderen Rechtsstellung ihrer Bewohner. Manche Städte, wie beispielsweise Regensburg oder Würzburg benötigten nur Teilbefestigungen, weil Fluss- oder Berglagen natürlichen Schutz boten.
Die Architektur der Stadtbefestigung war meist eine Reaktion auf die jeweilige Waffentechnik: Im frühen Mittelalter bis zur Neuzeit dominierten ringförmige Mauern mit Rund- oder Vierecktürmen (z.B. Nördlingen), deren Abstände sich nach der Reichweite der Waffen richteten. Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert führten neue Artilleriewaffen zur Entwicklung differenzierter Befestigungen mit bastionsartigen, sternförmigen Anlagen. Sehr deutlich sind diese „Bastionen“ in Nürnberg zu erkennen.
Ende des 18. Jahrhunderts verloren Stadtbefestigungen an militärischer Bedeutung; Unterhalt, Bevölkerungswachstum, Industrialisierung und der aufkommende Eisenbahnverkehr führten im 19. Jahrhundert vielfach zur Entfernung oder Umwidmung der Mauern.
Auch heute sind die Spuren ehemaliger Befestigungsanlagen in Luftbildern noch deutlich sichtbar: als Ringstraßen um den Stadtkern, als Grüngürtel oder als vollständig erhaltene Mauerringe. In Kombination mit historischen Karten bieten Luftbilder einen spannenden Einblick in die städtebauliche Entwicklung und die Geschichte der Verteidigungsanlagen.
Weitere Informationen zu den Luftbildern der Bayerischen Vermessungsverwaltung finden Sie hier: https://www.ldbv.bayern.de/vermessung/luftbilder/index.html
Freitags-Führungen
Jeden Freitag bieten wir eine spannende 30-minütige Kurzführung durch die Dauerausstellung im Bayerischen Landesluftbildzentrum.
Anschließend haben Sie Zeit, selbständig Luftbilder zu recherchieren oder die Ausstellung zu erkunden.
Freitag von 15:30 bis 16:00 Uhr (außer an Feiertagen).
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.